Landschaftsökologische Kartierungen

Biotop- und Biotoptypenkartierungen
Der § 20c des Bundesnaturschutzgesetzes stellt eine Vielzahl von Biotoptypen unter Schutz. Darunter fallen etwa Moore, Mager- und Trockenrasen, verschiedene Waldtypen u.v.m. Die Naturschutzgesetze der Länder übernehmen die Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes und präzisieren diese bzw. gleichen sie an die jeweiligen naturraumspezifischen Erfordernisse der Naturschutzes in den Ländern an.
Die so geschützten Biotope werden in den Ländern nach deren spezifischen Kartieranleitungen erfaßt, d.h.beschrieben, mit Artenlisten, ggf. mit Schutz- und Pflegevorschlägen versehen und in Karten eingezeichnet.

Die agl ulm hat in einer Vielzahl von Landkreisen Bayerns und Baden-Württembergs solche Biotopkartierungen durchgeführt. Außerdem wurden verschiedene, z.T. große militärische Übungsplätze in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen kartiert. Auf diesen Übungsplätzen wurden neben der Kartierung geschützter und nicht geschützter Biotoptypen auch Pflege- und Entwicklungskonzepte erstellt.

Stadtbiotopkartierungen
Nicht nur in offenem, landwirtschaftlichem Gelände und in Wäldern existieren schutzwürdige und für den Naturhaushalt wichtige Biotope, sondern auch in den bebauten Bereichen der Städte und Gemeinden. Naturgemäß sind diese Biotope z.T. siedlungsspezifisch und stark verschieden von denen des ländlichen Raums (Mauerbewuchs, Parks, Alleen, Baumsolitäre, Fledermausquartiere in Gebäuden etc.). Auch ist die konzeptionelle Aufgabenstellung im besiedelten Bereich eine andere als im offenen oder bewaldeten Gelände. So müssen vom Naturschutz in der Stadt andere Nutzunginteressen und Vorbelastungen berücksichtigt werden als auf dem Lande.
Stadtbiotopkartierungen sind daher nach speziellen Kriterien zu erstellen.
Die agl ulm hat bei der Stadtbiotopkartierung der Stadt Ulm ein eigenes Kartierungskonzept mit botanischem und zoologischem Teil erstellt und danach die Kartierung durchgeführt.
Bei der soeben beginnenden Stadtbiotopkartierung Augsburg dagegen können wir auf die bayernweit gültige Kartieranleitung des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz zurückgreifen.

Artenschutzkartierungen
Zu Naturschutzzwecken werden nicht nur Biotope kartiert, sondern auch die Vorkommen spezieller Arten. So wurden von der agl ulm im Rahmen des Arten- und Biotopschutzprogrammes Bayerns die Amphibien im Landkreis Neu-Ulm oder die Libellen diverser Landkreise Baden-Württembergs erfaßt.

Artenschutzkartierungen
Etwa im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren werden neben Biotopen und Artvorkommen auch biotische und abiotische Strukturen (z.B. Feldraine, Hohlwege, Einzelgehölze) erfaßt und kartiert.
Die agl ulm hat für das Landesamt für Landentwicklung und Flurneuordnung diverse Erfassungen und Bewertungen von Landschaftelementen in der Flurbereinigung erstellt.