Biomonitoring

Als Biomonitoring werden verschiedene, auf Methoden der Biologie basierende Arten der Umweltüberwachung bezeichnet. Ein frühes, klassisches Beispiel des Biomonitoring sind die nach standardisierten Regeln vorgenommenen Vogelzählungen auf den britischen Inseln, die seit Jahrzehnten durchgeführt werden und einen langjährigen Vergleich der Populationsentwicklung erlauben. Auch der Nachweis von Luftschadstoffen mittels Flechtenexponaten oder die Überprüfung der Wasserqualität durch diverse Organismen (von Leuchtbakterien bis zu Fischen) in Labor und Freilend sind gängige Biomonitoring-Verfahren. Die agl ulm hat bislang konkrete Biomonitorings in folgenden Projekten durchgeführt:
In den Auen der Iller bei Ulm wird seit 1985 der Einfluß von Grundwasserstandserhöhungen durch den Bau von Sohlschwellen auf die Auwälder und verschiedene dort lebende Tiergruppen ermittelt.
Im Naturschutz- und NATURA 2000-Gebiet Leipheimer Moos werden seit 1991 Pflanzengesellschaften und Tierbestände systematisch erfaßt, um einen allgemeinen Überblick über die Dynamik des Gebietes zu erhalten, aber auch speziell Aussagen über den Erfolg von Wiedervernässungsmaßnahmen machen zu können.
Auf dem Truppenübungsplatz Münsingen wird im Auftrag der Bundeswehr seit 1995 der Einfluß bestimmter Beweidungsregimes und Pflegemaßnahmen auf das Grünland und die Tiergruppe der Heuschrecken untersucht.